13 Anwendungen von Propolis unserer Bienen

13 Anwendungen von Propolis unserer Bienen

Propolis liegt total im Trend, in vielen Beautyprodukten wird Propolis bereits eingesetzt. Das liegt an den einmaligen Eigenschaften von Propolis. Die Anwendungen von Propolis sind vielfältig. In diesem Beitrag möchten wir dir 13 mögliche Anwendungen von Propolis aufzeigen.

Eine Übersicht der Propolis Anwendungen gibt es vorab:

  • Magenbeschwerden
  • Hühneraugen, Schwielen
  • Blutende Wunden
  • Pilzerkrankungen wie Nagelpilz
  • Schuppenflechte
  • Beschwerden der Atemwege
  • Stärkung des Immunsystems
  • Hautkrankheiten wie Akne, Furunkel,…
  • Zahnfleischentzündungen
  • Sonnenbrand
  • Haarausfall
  • Rheumatische Beschwerden

Aber was ist Propolis eigentlich und was hat es mit Bienen zu tun?

Bei Propolis (auch als Bienenkleber oder auch als Kitharzpoli bezeichnet) handelt es sich um ein klebriges, harzhaltiges, thermoplastisches sowie gummiartiges Material. Unter den Arbeitsbienen gibt es hier eine bestimmte Art, welche Blätter und Baumrinden und Harz von den Knospen der Bäume sammelt. Hier kommen in erster Linie von den Baumarten her Weiden, Pappeln, Tannen, Kastanien, Fichten sowie Lärchen in Frage. Das Harz wird im Bienenstock mit Pollen und Wachs vermengt. Dann kommt noch ein spezielles Speichelsekret dazu. Somit sind bei Propolis dessen Hauptbestandteile Harze von verschiedenartigen Bäumen, Pollen, Wachse, Speichsekret der Bienen sowie ätherische Öle. In kleineren Mengen sind auch Vitamine, Mineralstoffe, Zucker sowie Bausteine von verschiedenen Eiweißen (Amionsäuren) vorhanden.

Von den Bienen wird Propolis als Baustoff für Isolier- und Ausbesserungsarbeiten sowie zu einer Art Desinfektion des vorhandenen Bienenstockes verwendet. Deren Behausung wird dadurch gegen zu viel Feuchtigkeit, Zugluft und Mikroben geschützt.

Aus Propolis wird von den Bienen am Bienenstock-Eingang eine Art Schranke zur Verteidigung nach außen aufgebaut. Propolis dient heimkehrenden Bienen als desinfizierender Fußabstreifer. Daraus ist auch der Name „Propolis“ abgeleitet worden. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet dann übersetzt „Verteidigungsanlage einer Stadt“.

Eine der natürlichen und sehr wirksamen Antibiotika ist Propolis. Hier ist eine antibakterielle, fungizide sowie antivirale Wirkung vorhanden. Dadurch werden ganze Bienenvölker vor Infektionen geschützt. Gerade im Sommer kommen in einem Bienenstock ungefähr 40.000 bis 60.000 Bienen auf einem sehr engen Raum zusammen. Hier ist dann peinliche Sauberkeit unbedingt erforderlich. Vor jeder Eiablage werden deshalb die Zellen mit einer mikroskopisch dünnen Schicht aus Propolis einer eingehenden Desinfektion unterzogen. Wenn Eindringlinge, die todgestochen worden sind, nicht mehr aus dem Stock getragen werden können (zum Beispiel Schlangen oder Mäuse) werden diese ebenfalls mit Propolis mumifiziert und überzogen. Dadurch können dann deren Verwesungsgerüche die Gesundheit der Bienen nicht mehr beeinträchtigen und gefährden.

Propolis Anwendung beim Menschen in der Vergangenheit

Die Kenntnis der Menschen über Propolis reicht bis in das alte Ägypten zurück. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde damals dieser Stoff in großen Mengen für die Mumifizierung von Toten und in der Kunst dort verwendet. Ebenfalls ist Propolis als ein keimhemmendes Heilmittel bekannt und ist bereits von den alten Griechen bei Verletzungen im Krieg als Heilmittel verwendet worden. Auch bei den Napoleon-Kriegen sowie bei den Russen im 2. Weltkrieg kam es als Heilmittel dort zum Einsatz.

Danach ist die Heilwirkung fast in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren hat jedoch Propolis als Propolis Salbe, als Propolis Spray, als Propolis Tropen oder als Propolis Tinktur wieder in den Hausapotheken seinen festen Platz erhalten. Ebenfalls gibt es diese Heilmittel zum Beispiel auch als Propolis Kapseln.

Die heutige Anwendung von Propolis

Wie oben dargelegt, kommt Propolis in vielen verschieden Arten und in unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz. Für die Verwendung auf der Haut zur Wundheilungs-Förderung gibt es Salben, Sprays oder auch Cremen. Dabei kann die Anwendung mehrfach am Tag erfolgen. Hierbei sollte jedoch das Präparat nicht direkt auf offene Wunden gesprüht oder anderweitig angewandt werden.

Wenn Propolis in Kapsel– oder Pulver-Form angeboten wird, handelt es sich hierbei häufig um Nahrungsergänzungsmittel. Die Häufigkeit der Einnahme hängt von der jeweiligen Dosierung ab. Hier stehen dann die allgemeinen gesundheitsfördernden Wirkungseffekte im Vordergrund. Dabei gibt es hier jedoch keine nachgewiesenen Studien dazu.

Auch wird Propolis als Tinktur, Tropfen oder Urtinktur oder in Globuli-Form angeboten. Das sind dann alles homöopathische Präparate. Diese Produktart verfügt dann auch über einen gewissen Arzneimittel-Status. Hier erfolgt die Anwendung nach dem jeweils vorhandenen Krankheitsbild.

Der Vertrieb der Präparate dieses Bienen-Produkts erfolgt daher nicht in Medikamenten-Form, sondern als Kosmetik-Anwendung (Salbe, Creme, Spray); als Nahrungsergänzungsmittel ( Propolis Kapsel, Pulver) oder als homöopathisches Präparat (Tropfen oder Tinktur). Dabei berufen sich dann die Hersteller auf das Bienenprodukt allgemein oder auf seine Bestandteile und die daraus resultierenden und gesundheitsfördernden Wirkungen. Was die Dosierung und Anwendung anbelangt, so gibt es zwischen den einzelnen Produkte große Unterschiede.

Anwendung von Propolis bei bestimmten Beschwerden und die dazu passende Anwendungsform

1. Propolis bei Magenbeschwerden

Wenn Magenbeschwerden auftauchen, kann hier Propolis in Tropfenform als verdünnte Tinktur (20 bis 30 Tropfen in Wasser oder Tee verdünnt) bis zu 3 Mal am Tag vor dem Essen eingenommen werden. Dadurch werden die Beschwerden deutlich gelindert.

2. Propolis bei Hühneraugen, Schwielen

Wer unter Schwielen und Hühneraugen leidet, sollte hier beim Schuhwerk die entsprechenden kritischen Stellen mit Propolis Creme bearbeiten und mit einem Pflaster fixieren sowie in der Nacht einwirken lassen.

3. Propolis bei blutenden Wunden

Wenn hier eine kleine Verletzung aufgetreten ist, kommt eine solche Blutung zum Stillstand, wenn dann diese Stelle mit einer Tinktur aus Propolis in Form eines Wattebausches bearbeitet wird. Propolis hat hier eine desinfizierende Wirkung. Dadurch werden Infektionen verhindert.

4. Propolis bei Pilzerkrankungen (Nagelpilz)

Nagelpilz oder ahnliches kann schnell im Schwimmbad eingefangen werden. Damit solche Erscheinungen schnell wieder verschwinden, ist es sinnvoll, die betroffenen Hauptpartien mehrmals am Tag mit Propolis Creme oder Salbe oder einer –tinktur einzureiben.

5. Propolis bei Schuppenflechte

Schuppenflechten sind eine sehr langwierige Erkrankungen. Hier hilft Tinktur aus Propolis oder eine Propolis Creme/Salbe. Von der Anwendung her können die entsprechenden Stellen mit Creme eingerieben oder es können 3 Mal täglich 15 Tropfen der Tinktur innerlich eingenommen werden.

6. Propolis bei Hämorrhoiden

Gerade bei solchen Personen, die sich falsch ernähren und einen sitzenden Beruf ausüben oder bei anderen Gelegenheiten lange sitzen, besteht die Gefahr von Hämorrhoiden. Auch dagegen ist Propolis ein hilfreiches Mittel. Dabei helfen die Einnahme einer Tinktur mit 3 Mal täglich 15 Tropfen oder äußerlich die Verwendung einer Propolis Creme/Salbe.

7. Propolis bei Beschwerden der Atemwege

Wenn man in der kalten Jahreszeit eine mit Husten in Verbindung stehende Erkältung bekommt, hilft hier am besten eine Tinktur aus Propolis in einer Schüssel mit einem heißen Kamillentee oder einer anderen Teeart, am besten mit Honig versetzt (Achtung: erst bei einer Temperatur von unter 40°C hinzugeben, ansonsten gehen die positiven Effekte verloren). Dabei wird dann der Kopf mit einem Handtuch abgedeckt und mehrmals am Tag werden die hier vom Tee aufsteigenden Dämpfe ungefähr 5 Minuten eingeatmet.

Mehr Informationen zur Anwendung von Propolis gegen die Erkältung findest du im Beitrag Erkältung und Husten mit Propolis lindern.

8. Propolis zur Stärkung des Immunsystems und der Vorbeugung gegen Erkältung

Die regelmäßige Einnahme von Propolis als Kapseln oder Bonbons stärkt die Zellen und führt somit zu einer vermehrten Produktion von Abwehrzellen und somit zur nachhaltigen Stärkung des Immunsystems und so auch zu Vorbeugung gegen Erkältungen.

9. Propolis bei Hautkrankheiten wie Akne, Furunkel, Dermatitis, Ekzeme

Bei diesen Hautkrankheiten hilft, wenn die betroffenen Stellen mehrmals am Tag mit einer Propolis Creme/Salbe behandelt werden.

10. Propolis bei Zahnfleischentzündungen, Entzündungen und Verletzungen der Haut

Propolis zur Linderung von Zahnfleischentzündungen

Gerade bei Entzündungen von Zahnfleisch oder Hautentzündungen helfen einige Tropfen Tinktur aus Propolis. Bei Entzündungen des Zahnfleisches ist es sinnvoll, nach dem Zähneputzen mit Hilfe eines Wattebausches oder mit Hilfe von einem Tuch etwas von der Propolis Tinktur in das entzündete Zahnfleisch zu massieren und dieser Vorgang sollte dann 3 Mal am Tag wiederholt werden.

11. Propolis bei Sonnenbrand

Sonnenbrand sollte durch die Auftragung von Sonnencreme und dem Einsatz von Sonnenschirmen vorab vermieden werden. Denn ein Sonnenbrand ist eine Beschädigung der Haut, nicht ein notwendiges Mittel um die optimale Bräune zu bekommen. Falls der Sonnenbrand dennoch nicht vermieden werden konnte, können die betroffenen Stellen mit einer Propolis Salbe behandelt werden.

12. Propolis bei Haarausfall

Wenn jemand unter Haarausfall leidet, hilft hier eine Mischung aus lauwarmem Wasser sowie aus einem Teil Tinktur aus Propolis. Damit sollte dann die Kopfhaut eingerieben werden.

13. Propolis bei Rheumatische Beschwerden

Dagegen hilft eine mehrmals tägliche Einnahme von Propolis Pulver oder auch die Einnahme von Propolis Kapseln.

Propolis – wie wird es gewonnen?

Propolis wird von den Imkern aus den Bienenstöcken herausgebrochen und dort heraus gekratzt. Dabei müssen die Imker hier behutsam vorgehen. Wenn in einem Bienenstock dieser Kittharz komplett herausgenommen werden würde, wären die Bieten den Umwelt-Einflüssen ohne Schutz ausgesetzt und das Überleben des Bienenvolkes wäre stark in Gefahr.

Deshalb ist man dann bei der Gewinnung von Propolis dazu übergegangen, engmaschige Gitter zu verwenden. Der Grund liegt darin, dass die Bienen alle Löcher mit Propolis füllen, die eine bestimmte Größe (also hier nicht über 3,7 Millimeter) nicht überschreiten. Wenn die Löcher dagegen größer sind, werden diese von Bienen mit Wachs versiegelt. Aber der Ertrag ist bei uns relativ gering, weil pro Volk und Jahr von Bienen in europäischen Breitengraden ungefähr nur 100 – 150 Gramm Rohpropolis gewonnen werden können.

Die aufwändige Gewinnung von Propolis führt dazu dass das meiste Propolis aus dem asiatischen Raum oder aus Südamerika kommt. Dort gibt es andere Bienenarten sowie auch andere klimatische Verhältnisse und deshalb können dort weitaus größere Mengen von Propolis gewonnen werden.

Eine allgemeingültige, bundeseinheitliche Regelung für die Verwendung von Propolis gibt es in Deutschland bisher nicht. In einigen Bundesländern wird von den Behörden der Vertrieb und Verkauf von den Imkern mit der Begründung untersagt, dass es sich bei Propolis um ein Arzneimittel handelt und als dieses dann apothekenpflichtig wäre. Trotzdem gibt es, wie bereits erwähnt, eine Vielzahl von Präparaten mit Propolis, die man im Internet oder in den Apotheken kaufen und bestellen kann.

Gibt es bei der Einnahme von Propolis Nebenwirkungen?

Da es sich bei Propolis um ein von Bienen hergestelltes Naturprodukt handelt, gibt es hier negative Reaktionen von solchen Menschen, die von einer Bienen-Allergie oder einer Wespen-Stich-Allergie betroffen sind. Auch solche Menschen, die an einer Honig-Allergie oder Gelee-Royale leiden, sind davon betroffen und reagieren hier negativ.

Dies äußert sich dann in den Formen von Schwellungen, Hautrötungen sowie juckenden Ausschlägen bei den dann betroffenen Personen.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Propolis