Erkältung & Husten mit Propolis der Bienen lindern – Wirkung, Anwendung

Erkältung & Husten mit Propolis der Bienen lindern – Wirkung, Anwendung

Das Bienenprodukt Propolis wird in der alternativen Heilkunde gerne als Prävention gegen Erkältungen empfohlen. Jeder kennt die typischen Anzeichen solch einer Erkältung. Am Abend schien die Welt noch in Ordnung, am Morgen ist nichts mehr im Lot. Eine Erkältung nistet sich ein – im wahrsten Sinn des Wortes, denn für das Kribbeln in der Nase, für den entzündeten Hals und für den Husten sind zu Beginn meist Viren verantwortlich, die sich über die Nasenschleimhaut einen Weg ins Körperinnere bahnten und sich dabei noch rege vermehren. Bei Erwachsenen liegt die durchschnittliche Häufigkeit einer Erkältung bei zwischen zwei- und viermal im Jahr, bei Kindern ist sie mit zwischen sechs und zehn Erkältungen deutlich häufiger vertreten.

Die beste Erkältung ist die, die erst gar nicht auftritt. Als zweitbeste Virusinfektion könnte die bezeichnet werden, die sich schnell eindämmen lässt. Was jedoch bringt Viren dazu, sich entweder gar nicht ausbreiten beziehungsweise schnell einen Rückzug anzutreten? Der Blick abseits pharmazeutischer Mittel dürfte dann recht schnell auf Propolis fallen.

Was ist Propolis?

Propo- was? Ganz einfach: Propolis ist das Kitt der Bienen, mit dem sich das Bienenvolk gegen Keime schützt. Erstaunlicherweise finden sich im Inneren eines Bienenstocks zwar Tausende lebender Organismen mit allem was dazugehört – also Nährmittel, Kot, Larven und gelegentlich sogar mal eine Blindschleiche, Eidechse oder Maus. Was gibt es jedoch kaum im Bienenstock? Bakterien, Viren, Pilze oder sonstige Parasiten.

Bei logischer Betrachtung ist Propolis also ein Naturprodukt, dass eigentlich auch den menschlichen Schnupfenviren gewachsen sein sollte. Dazu später mehr, denn um zu verstehen, wie sich eine Erkältung oder ein Husten mit Propolis lindern oder gar verhindern lassen könnte, muss erst mal verstanden werden, wie sich die typische Erkältung aufbaut, manifestiert, was sie im Körper “anrichtet” und wie Propolis hier helfen könnte.

Was ist eine Erkältung?

Eine Erkältung ist eine weltweit bekannte, vorübergehende Erkrankung, die den ganzen Körper und im Normalfall besonders die Atmungsorgane in Mitleidenschaft zieht. In 97 Prozent aller Fälle sind Viren auslösende Faktoren. Es handelt sich um eine Infektion, die von hoher Ansteckungsgefahr geprägt ist. Die auslösenden Rhinoviren (seltener Coronaviren, Adenoviren, Para-Influenza-Viren oder Respiratory Syncytial Viren)  können eine Distanz von einem Meter überwinden und übertragen sich per Tröpfchen. Allerdings streiten sich Experten darüber, ob die häufigsten Übertragungswege die Tröpfcheninfektion ist oder der Handkontakt. Dabei beschränkt sich Letzterer nicht nur auf das Händeschütteln, sondern auch auf kontaminierte Gegenstände.

Die sogenannte “Inkubationszeit” liegt bei einer Infektion üblicherweise zwischen 24 und 72 Stunden. Meist beginnt eine Erkältung langsam mit steigender Symptomatik. Es fängt mit Frösteln an, der Hals kratzt, die Nase verstopft nach und nach, Niesreiz gesellt sich dazu und der Schnupfen lässt auch nicht lange auf sich warten. Manchmal kommt es zu Kopf- und Gliederschmerzen und nach etwa vier bis fünf Tagen stellt sich Husten ein. Eine alte Volksweisheit spricht davon, dass eine Erkältung drei Tage kommt, drei Tage bleibt und drei Tage lang geht – das trifft es tatsächlich ganz gut.

Ein Weg der Ansteckung

Wer in Kontakt mit anderen Menschen kommt – sei es bei der Arbeit, im Supermarkt oder bei gemeinsamen Aktivitäten – der kann sich ganz schnell anstecken. Angenommen, ein Erkältungspatient bezahlt seinen Einkauf im Supermarkt mit Bargeld. Er zieht einen Geldschein aus seiner Geldbörse und überreicht ihn dem Personal an der Kasse. Auf diesem Schein tummeln sich zahlreiche Bakterien und natürlich auch die Viren, unter denen der infizierte Patient derzeit leidet. Der Nächste, der diesen Geldschein als Wechselgeld bekommt, hat beste Chancen, jetzt seinerseits die Viren auf der Haut der Hände zu haben.

Er streicht sich vielleicht nur kurz einen Fussel aus dem Gesicht oder reibt sich über die Augen – und schon sind die Viren im Gesicht. Der Weg zur Nase ist gleich überwunden. Die Viren haben ihr Ziel erreicht. Immerhin können Viren auf Oberflächen mehrere Stunden überleben.

Quelle: https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/produktinformationen/gesundheit/archiv/welche-erkaeltungsviren-gibt-es.html

Rhinoviren sind etwa 30 Nanometer klein und werden seit rund 60 Jahren erforscht. Dennoch gibt es keine adäquate Medikation gegen sie. Das dürfte vermutlich auch daran liegen, dass sich die Fieslinge verändern können. Bis heute sind rund 100 verschiedene Typen bekannt. Die Dunkelziffer dürfte vermutlich weitaus höher liegen.

Die konventionelle Behandlungsform

Der Weg zum Arzt ist bei einer Erkältung sicher sinnvoll, das Verlassen der Arztpraxis mit einem Antibiotika-Rezept ist hingegen meist eher schädlich denn nützlich. Antibiotika ist ein wirksames Mittel gegen Bakterien, doch Viren lassen sich davon nicht beeindrucken. Da Antibiotika alles abtötet, was bakteriellen Ursprungs ist, werden auch “gute” Bakterien eliminiert, so kommt es dazu, dass das Therapeutikum eigentlich kontraproduktiv ist.

Häufiger Grund der Mediziner für den Einsatz der antibakteriellen Medikamente ist die Aussage des Patienten, dass der Nasenschleim oder Hustenauswurf verfärbt ist. Das kann tatsächlich auf eine bakterielle Infektion hindeuten, ist aber meistens ein Weg des Körpers, mit der Virusinfektion fertig zu werden. Lediglich bei rund zwei Prozent aller Geplagten wird aus einer Erkältung real eine “Superinfektion”, bei der dann Antibiotika angezeigt ist.

Propolis als Schutz?

Früher war alles anders – so auch die Behandlung bei einer Erkältung: Es wurde zur Schonung geraten, vielleicht ein bis zwei Tage Bettruhe, viel Trinken, eventuell noch eine Hühnersuppe zwischendrin und hinreichend Obst, damit Vitamine das Immunsystem unterstützen.

Gut dran war der, der einen Imker in der Nachbarschaft hatte, der dem Patienten etwas Bienenkitt – Propolis – vorbei brachte. Denn Imker wussten natürlich um die Wirkung des klebrigen Bienenproduktes.

Heute hat sich dank des Internets das Wissen um das Bienenkitt weit verbreitet. Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von Propolis im Bienenstock und konnten im Labor nachweisen, dass das harzige Bienenprodukt die Zellteilung bei Mikroorganismen – also auch bei Viren – stört.

In der “Deutsche-Apotheker-Zeitung” (DAZ) wird das Bienenprodukt sogar als Bioantibiotikum bezeichnet: In unterschiedlichen Untersuchungen konnte die antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung von Propolis nachgewiesen werden, siehe https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874198001317

Da eine Erkältung immer mit entzündlichen Prozessen verbunden ist, könnte Propolis tatsächlich eine desinfizierende Wirkung haben, wie eine Studie zeigt: Im Labor und an Tieren wurde beobachtet, dass Entzündungsmarker gehemmt werden.

Quelle: http://europepmc.org/abstract/med/7513636

Wie könnte Propolis bei einer Erkältung beziehungsweise Husten helfen?

Geht man davon aus, dass sowohl die Erfahrungsheilkunde als auch die ersten Untersuchungen stimmig sind, ist Propolis in der Lage, Keime – wie die Rhinoviren – am Wachstum zu hemmen. Eine Erkältung nimmt normalerweise über die Nasenschleimhaut ihren Anfang. Die Viren vermehren sich und dringen bis in die tieferen Atemwege vor. Wird also bereits die Vermehrung der Viren gemindert, verläuft eine Erkältung deutlich abgemildert. Zahlreiche Stimmen sprechen sogar davon, dass sich eine Erkältung durch die rechtzeitige, präventive Einnahme von Propolis ganz verhindern lasse, dies ist allerdings wissenschaftlich (noch) nicht belegt. Doch auch hier könnte man logisch schlussfolgern: Wer seinem Körper ein Mittel zur Verfügung stellt, welches antiviral wirkt, macht es einer Infektion schwer, sich auszubreiten.

Welche Darreichungsform von Propolis empfiehlt sich?

Propolis ist im Bienenstock ein starkes Mittel gegen Viren, Bakterien und Co. Aber es mit einem kulinarischen Genuss zu vergleichen, ist undenkbar. Propolis schmeckt nicht unbedingt gut – doch während unsere Vorfahren die Geschmacksnerven ausschalten mussten, um das Bienenkitt zu schlucken, geht es heute sehr komfortabel bezüglich der Anwendung zu.

Es gibt Propolis Kapseln (z.B. diese hier von dem Anbieter “beegut”), Mundspray mit dem Bienenkitt, Propolis Sirup oder eine Kombination von all dessen.

Tipps zur Einnahme

Gerade zu Beginn der Erkältungssaison kann die präventive Einnahme von Propolis sinnvoll sein. Bei der Einnahme von Tinktur beziehungsweise Tropfen sollte darauf verzichtet werden, das Bienenerzeugnis auf Zucker zu träufeln – eine beliebte Einnahmeform von flüssigen Medikamenten. Doch Propolis und Industriezucker vertragen sich nicht, deswegen bietet sich hierzu ein kleines Stück Brot – vielleicht sogar mit Honig bestrichen an. Aber Achtung: In Tinkturen ist häufig Alkohol enthalten, also scheidet diese Variante bei Kindern, Leberkranken oder trockenen Alkoholikern aus.

Apropos: Auch Allergiker greifen besser auf andere Produkte zurück, um ihre Erkältung oder ihren Husten loszuwerden. Denn in Propolis stecken neben Harz, Flavonoiden oder Vitaminen auch Pollen, was einem Pollenallergiker nicht unbedingt gut bekommt. Heuschnupfen-Geplagte sollten sich immer erst um ärztlichen Rat bemühen, bevor sie ein Bienenprodukt verzehren. Patienten mit einer Allergie gegen Bienenprodukte allgemein sollten besser ganz auf die Einnahme verzichten, da Propolis ein hoch allergener Stoff ist und eine Allergie fatale Auswirkungen haben kann.