Die Idee zum Online Start-Up

Die Idee zum Online Start-Up
Honig Verkostung an der HTWG Konstanz

Im letzten Artikel haben ich geschildert, wie ich als 10-jähriger Schüler zu den Bienen kam und damit mein erstes Unternehmen gründete. Dieser Artikel beschreibt, wie ich  zusammen mit weiteren Kommilitonen das Online Start-Up Honigplus gründete und damit das Honiggeschäft revolutionierte.

Als ich in der 10. Klasse war, habe ich zum ersten Mal meinen Honig und Honigkerzen auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover-Kirchrode verkauft. Um etwas besonders Weihnachtliches anzubieten, fertigte ich einen Weihnachtsaufstrich mit Honig, Zimt, Mandeln und Haselnüssen an.  Dieser kam gut und war kurz vor Ende des kleinen Weihnachtsmarktes ausverkauft. Diesen fertigte ich nun jedes Jahr in etwa gleichgroßer Stückzahl in der Weihnachtszeit an (ca. 40 Gläser pro Jahr) und verkaufte ihn an Freunde und Verwandte. Auch dieser Jahr werden ihr um die Weihnachtszeit wieder den traditionsreichen und ständig verfeinerten Weihnachtsaufstich von Honigplus kaufen können.

Weihnachtsmarkt Hannover
Ingmar 2007 auf dem Kirchroder Weihnachtsmarkt in Hannover

Von der Hobbyimkerei zum Konstanzer Studenten Start-Up

Was ein Online Start-Up ist, war mir zu Zeiten des Honigverkaufs in Kirchrode noch nicht bewusst. Davon hörte ich erst in meinem BWL-Studium in Konstanz. Im BWL-Studium an der HTWG Konstanz muss man im 6. Semester die Vorlesung Strategisches Management bei Herr Prof. Dr. Klaus Kohlöffel belegen. Die Studenten beschäftigen sich in seiner Vorlesung mit  Fragestellung wie ein Unternehmen sich strategisch ausrichten kann, welche Zyklen ein Produkt durchläuft und auch wie man als Unternehmen auf aktuelle Trends reagieren kann. Klassiker wie die Wettbewerbsanalyse nach Porter („Five Forces“), die Ansoff- oder BCG-Matrix wurden hier behandelt. Meine Kommilitonin Tamara Schaal und ich, Ingmar Kersten, fanden die Vorlesung sehr spannend, haben uns jedoch gefragt, wie  Praxisrelevant solche Modelle sind. Also versuchten wir die Modelle auf ein reales Beispiel anzuwenden. Mir kam zur Belustigung meiner Kommilitonen sofort Honig in den Sinn.

Wir waren begeistert, dass man Wettbewerbsmodelle selbst für Honig entwickeln kann. Zunächst hatten wir die Idee, uns ausschließlich durch die Verpackung von anderen Honigprodukten zu differenzieren.  Danach fragten wir uns, ob man sich auch durch den Honig selbst, als Produkt gegenüber anderen Honiganbietern differenzieren kann. Da ich bereits als Schüler Honig mit Zimt, Haselnussmehl und Mandeln als Weihnachtsaufstrich verkauft habe, kam mir die Idee Honig mit weiteren Zutaten zu vertreiben. Um noch aktuelle Trends zu inkludieren, war es klar, dass der Vertrieb des Honigs übers Internet erfolgen sollte.  In der Theorie haben wir den Schritt von der Hobbyimkerei zum Online-Start-Up hinbekommen. Aber wie praxistauglich war unser Konzept? Wir probierten es praktisch aus!

Vom Start-Up Gedanken zur ersten Verkostung

In meiner Konstanzer Küche probierten wir aus, inwieweit man Honig mit noch mehr weiteren Zutaten als nur mit Haselnussmehl oder Zimt verfeinern kann. Honig mit Kakao und getrockneten Bananenstückchen? Wir waren vom Geschmack überwältigt! Rapshonig mit Kokosnussflocken – das schmeckt ja wie Raphaelo!? Kurz gefasst: Wir selber waren vom Geschmack begeister – aber werden es auch andere sein? Diese Frage stellten wir uns. Aus diesem Grund fassten wir den Entschluss, Konstanzer Kommilitonen zu einer Probeverkostung einzuladen, um eine objektivere Meinung zu bekommen.

In der Zwischenzeit unterstütze uns Prof. Dr. Schweiger mit einer studentischen Projektgruppe, welche die Marketingideen für unser Honig Start-up entwickeln sollten. Außerdem arbeiteten vier Projektgruppen à drei KommunikationsdesignstudentInnen aus dem Seminar von Prof. Dr. Rosche an einem Corporate Design und einem Namen für unser zukünftiges Start-Up.

Präsentation der Produkte an der HTWG
Unsere verschiedenen Honigaufstriche bei der Verkostung im Thurgau Saal der HTWG

Wir luden nun also Freunde und unterstützende Kommilitonen in den Thurgau-Saal der HTWG ein, um eine objektive Meinung zu bekommen. Jeder Teilnehmer hat einen Feedbackbogen ausgefüllt, wo er/sie die getesteten Honigmischungen bewertete. Zusätzlich sollte jeder Teilnehmer aufschreiben, was er mit Honig verbindet. Die Ergebnisse hat Tamara grafisch in einer Tag-Cloud dargestellt.

Dies Begriffe wurden am meisten genannt
Dies Begriffe wurden am meisten genannt

Die Ergebnise des Abends waren: „So ein leckeren Geschmack habe ich noch nie auf meinem Brot genoßen“,  Honig mit Ingwer und Mandeln schmeck einfach genial“,  und vieles weitere positive Kommentare. Wenn du uns auch mitteilen willst, wie du  unsere Honigkreationen findest, dann kannst duhier einen Kommentar hinterlassen (unten bei Bewertung) . Wir gingen also gestärkt aus diesem Abend, mit dem Wissen ein Schritt in die richtige Richtung gen Honig Start-Up gemacht zu haben. Im nächsten Artikel erfährt ihr, wie wir zu unserem Namen und unserem Design gekommen sind.

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Verkostung von Probe beim Anfang des Start-Up Honigplus
Verschiedene Honigaufstriche für die Verkostung