Honig bei Diabetes – was ist dabei zu beachten?

Honig bei Diabetes – was ist dabei zu beachten?

Menschen die Diabetes bekommen, wissen am Anfang oft nicht mehr, welche Lebensmittel sie überhaupt noch essen dürfen oder wie sie mit diesen Lebensmitteln umgehen müssen. Kann Honig bei Diabetes ohne Gefahr verzehrt werden oder nicht? Diese Frage und was beim Verzehr von Honig noch zu beachten ist klärt Frau Dr. med. Carola Kersten in diesem Gastbeitrag. Denn auch Diabetiker können das gesunde Naturprodukt Honig verzehren und von der positiven Wirkung des Honigs profitieren.



Honig hat verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen, u.a. wirkt Honig antibakteriell und enthält zudem viele gesunde Inhaltsstoffen wie Calcium, Eisen, Magnesium oder Natrium. Diese gesunden Inhaltsstoffe und Wirkungen des Honigs sind auch für Diabetiker wichtig. Die gesunden Inhaltsstoffe des Honig bleiben jedoch nur erhalten, sofern der Honig nicht wärmer als 40° Celsius erwärmt wurde (was bei Supermarkt-Honig üblicherweise der Fall ist).

Grundsätzlich enthält Honig ca. 78g Kohlenhydrate pro 100g Honig. Der menschliche Körper benötigt Insulin, um die Kohlenhydrate in die Körperzellen zu bringen, wo sie als Energielieferant benötigt werden. Diabetiker produzieren jedoch kein Insulin (Typ 1 Diabetes) oder zu wenig (Typ 2). Aus diesem Grund muss sich ein Diabetiker für die jeweilige zu verzehrende Menge Honig entsprechend Insulin spritzen oder entsprechend andere Medikamente einnehmen. Dies ist ähnlich wie bei beim Verzehr anderer Kohlenhydrate wie beispielsweise bei einer Scheibe Brot.

Besonderheiten beim Honigverzehr für Diabetiker

Honig besteht hauptsächlich aus Kohlenhydraten, Wasser, gesundheitsfördernden Enzymen und Vitaminen. Die im Honig enthaltenen Kohlenhydrate sind vor allem Fruktose, Glukose und im geringen Maß Malztose. Die verschiedenen Honigsorten stammen sowohl von  unterschiedlichen Blüten als auch von unterschiedlichen Pflanzen. Die Kohlenhydratzusammensetzung ist daher je nach Honigsorte unterschiedlich. Je höher der Glukoseanteil im Honig ist, desto schneller gelangen die Kohlenhydrate ins Blut. Ebenso gilt, je höher der Fruktoseanteil im Honig, desto länger dauert es bis die Kohlenhydrate vom Körper in Blutzucker umgewandelt werden . Je nach Situation sind daher verschiedene Honigsorten bei Diabetes zu empfehlen.

Welche Honigsorte ist bei einer Unterzuckerung zu empfehlen?

Bei einer sogenannten Hypoglykämie (Unterzuckerung) des Diabetikers sind daher Honigsorten mit einem hohen Glukoseanteil zu empfehlen. Beispiele hierfür sind der Rapshonig und der Obstblütenhonig. Diese beiden Sorten haben einen hohen Glukoseanteil und verfügen zudem über viele gesunde Inhibine und Vitamine wie zum Beispiel Vitamin B2, B6 & C.  Wenn vor sportlicher Ertüchtigung der Blutzucker schnell gesteigert werden muss, sind diese beiden Honigsorten für Diabetiker sehr zu empfehlen. Der Honig kann direkt online erworben werden: Honig Online Shop

Genuss von Honig bei ausgeglichenem Blutzucker

Für den Verzehr bei einem ausgeglichen Blutzucker (ca. 80 mg/dl –  130 mg/dl) ohne einer später geplante Sporteinheit, sind Honigsorten mit einem erhöhten Fruktosegehalt zu empfehlen, zum Beispiel der Sommerblütenhonig bei Honigplus. Diese Honigsorte hat ein angenehmes Aroma und verfügt über viele Gesunde Nährstoffe die aus dem Nektar von Brombeerblüten, Staudenblüten und Lindenblüten stammen.

Fazit

Grundsätzlich ist der Verzehr von Honig auch bei Diabetes möglich. Falls Sie sich aber unsicher sind, welchen Honig Sie genießen können, sollten Sie sich sicherheitshalber an Ihren Diabetologen wenden, um Details zu klären.